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13/11:

Ich höre gerade "OK Computer" von Radiohead.
Ohne Musik hätte ich "Ystorica" wahrscheinlich nicht schreiben können.

Heute also ein wenig zum "Soundtrack" von "Ystorica".
Nur einen Monat, bevor ich mit der Niederschrift begann, kaufte ich mir ein kleines, neues knallrotes Auto. Es kam mit einer außergewöhnlich guten CD-Anlage, und ich begab mich in einen großen Elektromarkt und machte mich über die Abverkaufs-Wühlboxen her, kaufte mir Alben, die ich schon lange haben wollte, aber irgendwie hatte es nie gereicht, dass ich sie mir geleistet und angehört hätte. (Der iPod kam dann gleich nach.)
So kam es über die Boxen meines kleinen Autos zu einer riesigen Explosion von Musik in meinem Kopf, auf einmal fügte sich alles zusammen, sie bewahrte mich vor dem gefürchteten "Writer´s block", und das tut sie noch heute.
"... rain down, come on, rain down on me, from a great hight..." - jetzt singt Thom Yorke gerade "Paranoid Android"...
Für Radiohead muss man sich Zeit nehmen, ihre Musik erschließt sich nicht so schnell, aber sie ist so komplex und vielschichtig, dass man sie nie satt bekommt.
"Nice Dreams" und "Pyramid Song" habe ich gehört, als ich über Eva Kant und die Insel schrieb.
Die Männerstimme, die beschrieben wird, als Chatall Kha´tan aufwacht und feststellt, dass die "Ystorica" nicht mehr ihm gehorcht, könnte von Tom Chaplin/ Keane sein ("She has no time"), von Jón Thor Birgisson/ Sigur Rós ( Festival) oder von Jeff Buckley, wenn er Brittens "Corpus Christi Carol" singt. Da habe ich als Mezzospran schon leichte Schwierigkeiten mit diesen Höhen!
Unmittelbar nach der Phase der Konserven begann ich, eine Menge Geld für Live-Konzerte auszugeben. Nach Madrid zu fliegen, um Gleichgesinnte zu treffen und mir live Keane anzuhören, hätte ich mir ein Jahr davor wahrscheinlich nicht träumen lassen! (Mein "Support Act" Armin wahrscheinlich auch nicht...)
Ein weiteres außergewöhnliches Konzerterlebnis war das Esbjörn Svensson Trio im Festspielhaus St. Pölten. "Dolores in a Shoestand" und "Viaticum" lief im Hintergrund, als ich die Szene mit dem perfekten Wintertag im April schrieb. Zwei Monate später war Esbjörn Svensson tot, verunglückt bei einem Tauchunfall. Ich vermisse ihn noch heute.
Snow Patrol sind nicht nur eine Schmeichel-Rock-Band, und Gary Lightbody hat nicht nur das netteste Lächeln weit und breit, wovon ich mich im Planet TT in Wien überzeugen konnte, "What if the Storm Ends" ist ein unglaubliches Stück Musik, das neben den Kompositionen von Philip Glass bestehen kann. Perfekt für die Szene, wo Lee beschließt, sich zu emanzipieren und in der freien Wildbahn zu leben.

Um sich die Musik der Geli vorstellen zu können, empfehle ich das "Stabat Mater" von Arvo Pärt, das ich bei einer Aufführung im Stefansdom hören konnte, und die Aufnahmen der isländischen Cellistin Hildur Gudnarsdottír.

Und zu "The Tourist" von Radiohead schreibe ich jetzt an "Memnoc" weiter. Könnte eine kurze Nacht werden.

Abgegebene Kommentare

Yo Mary,
that's exactly the music I also prefer :-)))))))

auf wiedersehn und gute nact.
14/11 19:14:22

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