Neihein! Ich will niemanden quälen mit "Best of Jahrzehnt" - Listen und Rankings irgendwelcher Art! Schlimmer als das, was uns dazu zur Zeit aus allen Medien entgegenspringt, kann man subjektive Kritikasterei wohl kaum treiben. Persönliche Vorlieben werden nicht als solche deklariert, sondern als absolute Urteile verbreitet, und das - pardon - kotzt mich an. Letztes, selbst miterlebtes Beispiel: Die Gigs der Rock/Britpop-Band "Franz Ferdinand" in Graz und Wien vor drei Wochen: Was die Grazer Kritikerin ( und ich übrigens auch) an dem Konzert so großartig fand, wurde von der Wienerin als ganz pfuigaga hingestellt.
Da kann ich mich noch auf einiges gefasst machen, wie es aussieht. Bisher waren die Rückmeldungen zu "Ystorica" durchgehend positiv. Bis auf ein seltsames Weihnachtgeschenk, eine sorgsam laminierte Sammlung aller im Text enthaltenen Druckfehler. Da hat es mir dann doch kurz die Sprache verschlagen, und ich musste 3 Achterl Hillinger nachschieben, zur Verdauung.
Wenn ich eine Playlist zu "Ystorica" veröffentliche, dann als eine Samlung von Musikstücken, Filmen und Videos, die mir beim Schrieben geholfen und mich beeinflusst haben, aber niemals als die ultimative Liste von "Das müsst ihr unbedingt gehört haben, sonst seid ihr Banausen".
Jetzt bin ich aber ein wenig vom Thema abgekommen.
2009. Subjektiver Eindruck: ein sehr durchwachsenens Jahr. Viele Rückschläge, leere Kilometer, unerwartete Hindernisse, gesundheitliche Probleme, enttäuschte Hoffnungen, und zu guter Letzt noch ein veritabler Writer´s Block. - "Aber du hast doch dein Buch herausgebracht, ein wunderbarer Erfolg", sagen manchen zu mir. Stimmt, habe ich, aber es war alles andere als leicht. Es hat sehr viel Substanz gekostet. Leicht ging 2009 gar nichts, alles musste sehr hart erarbeitet werden. Und wenn dann meine Kraft von anderen Dingen in Anspruch genommen wird, wie Beruf, Familie, Gesundheit, dann wird es eng. Wenn die Zeit fehlt, sich zwei, drei Stunden an den Laptop setzen zu können, "Memnoc" Korrektur zu lesen, nachzudenken, Szenen zu entwickeln, ein, zwei Seiten zu schreiben, wenn keine Musik da ist, die mich inspiriert, dann verliere ich das Gefühl für das, was ich schreiben will. Oder ich bin so schlecht drauf, dass ich ein Ende ersinne, wie es düsterer und radikaler nicht sein könnte. Eines, das mir meine Leser nicht verzeihen würden, und ich mir selber vermutlich auch nicht. Death by Kulturschock.
Deshalb - 2009: baba und tschüss! Was soll denn noch aus dir werden? Und meine Favoriten, was Musik, Bücher, Filme betrifft, finden sich sowieso nie in irgendwelchen "Besten"-Listen! ( I´m a freak, I´m a weirdo, I don´t belong here... Radiohead never fail me!)
28/12: 2009 - Tschüss und baba!
Neihein! Ich will niemanden quälen mit "Best of Jahrzehnt" - Listen und Rankings irgendwelcher Art! Schlimmer als das, was uns dazu zur Zeit aus allen Medien entgegenspringt, kann man subjektive Kritikasterei wohl kaum treiben. Persönliche Vorlieben werden nicht als solche deklariert, sondern als absolute Urteile verbreitet, und das - pardon - kotzt mich an. Letztes, selbst miterlebtes Beispiel: Die Gigs der Rock/Britpop-Band "Franz Ferdinand" in Graz und Wien vor drei Wochen: Was die Grazer Kritikerin ( und ich übrigens auch) an dem Konzert so großartig fand, wurde von der Wienerin als ganz pfuigaga hingestellt.Da kann ich mich noch auf einiges gefasst machen, wie es aussieht. Bisher waren die Rückmeldungen zu "Ystorica" durchgehend positiv. Bis auf ein seltsames Weihnachtgeschenk, eine sorgsam laminierte Sammlung aller im Text enthaltenen Druckfehler. Da hat es mir dann doch kurz die Sprache verschlagen, und ich musste 3 Achterl Hillinger nachschieben, zur Verdauung.
Wenn ich eine Playlist zu "Ystorica" veröffentliche, dann als eine Samlung von Musikstücken, Filmen und Videos, die mir beim Schrieben geholfen und mich beeinflusst haben, aber niemals als die ultimative Liste von "Das müsst ihr unbedingt gehört haben, sonst seid ihr Banausen".
Jetzt bin ich aber ein wenig vom Thema abgekommen.
2009. Subjektiver Eindruck: ein sehr durchwachsenens Jahr. Viele Rückschläge, leere Kilometer, unerwartete Hindernisse, gesundheitliche Probleme, enttäuschte Hoffnungen, und zu guter Letzt noch ein veritabler Writer´s Block. - "Aber du hast doch dein Buch herausgebracht, ein wunderbarer Erfolg", sagen manchen zu mir. Stimmt, habe ich, aber es war alles andere als leicht. Es hat sehr viel Substanz gekostet. Leicht ging 2009 gar nichts, alles musste sehr hart erarbeitet werden. Und wenn dann meine Kraft von anderen Dingen in Anspruch genommen wird, wie Beruf, Familie, Gesundheit, dann wird es eng. Wenn die Zeit fehlt, sich zwei, drei Stunden an den Laptop setzen zu können, "Memnoc" Korrektur zu lesen, nachzudenken, Szenen zu entwickeln, ein, zwei Seiten zu schreiben, wenn keine Musik da ist, die mich inspiriert, dann verliere ich das Gefühl für das, was ich schreiben will. Oder ich bin so schlecht drauf, dass ich ein Ende ersinne, wie es düsterer und radikaler nicht sein könnte. Eines, das mir meine Leser nicht verzeihen würden, und ich mir selber vermutlich auch nicht. Death by Kulturschock.
Deshalb - 2009: baba und tschüss! Was soll denn noch aus dir werden? Und meine Favoriten, was Musik, Bücher, Filme betrifft, finden sich sowieso nie in irgendwelchen "Besten"-Listen! ( I´m a freak, I´m a weirdo, I don´t belong here... Radiohead never fail me!)